5 Musikvideos
Konzertmitschnitt 11.05.2001 Schlosskirche Stuttgart
Konzertmitschnitt 22.05.2004 Ev. Gemeindezentrum Kirchzarten
21.05.2004 Ev. Gemeindezentrum Kirchzarten
21.05.2004 Ev. Gemeindezentrum Kirchzarten
Zahlreiche Rundfunkaufnahmen mit Orgelmusik aller Stilepochen sowie CD-Einspielungen mit Werken von Couperin, Marchand, Mozart und Liszt dokumentieren sein künstlerisches Schaffen.
1998 erschien im Bärenreiter-Verlag seine Orgelbearbeitung der Sinfonischen Dichtung „Les Préludes” von Franz Liszt.
Im Jahr 2000 beauftragte ihn die Direktion der Kyoto Concert Hall in Japan mit der Transkription der 2. Sinfonie von Jean Sibelius. Die Uraufführung der Version für Orgel im November 2001 durch den Bearbeiter selbst geriet zu einem überwältigenden Erfolg.
Helmut Deutsch ist seit dem Jahr 2000 Professor für Künstlerisches Orgelspiel und Orgelimprovisation an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg.
Internet-Adresse: www.h-deutsch.de
Improvisation II wurde als Mitschnitt eines Konzertes am 22.5.2004 im Evangelischen Gemeindezentrum Kirchzarten aufgezeichnet, die Improvisationen III - IV sind Vorstudien zu diesem Konzert.
„Als Ausführendem geht es mir bei einer Improvisation über ein Bild nicht darum, dieses musikalisch zu illustrieren oder in musikalischer Grafik «nachzuzeichnen». Vielmehr suche ich zu erreichen, eine bestimmte Gefühlswelt beim Sehen des Bildes aufleben zu lassen und diese direkt in Musik umzusetzen. Da ein Bild immer unter anderen Bedingungen (Licht, Umfeld, momentane seelische Verfassung etc.) betrachtet wird, so wird auch die Musik dazu immer anders ausfallen. So wird - und muss sogar - eine aus dem Augenblick geborene musikalische Umsetzung stets einer anderen Entwicklung unterworfen sein. Die Betrachtungsweise ist natürlich (m)eine subjektive Sicht: sie soll dem Hörer nicht aufoktroyiert, sondern nur vorgestellt werden.” (Helmut Deutsch)
Die vorliegende Version von „Reflexive Surface” ist eine Bearbeitung eines Hi8-Videofilms von 1991, die Übertragung erfolgt mittels Flash Streaming und passt sich der Internet-Geschwindigkeit des jeweiligen Benutzers an. Der Videofilm wird sofort abgespielt, somit entstehen keine Download-Wartezeiten.
Die Musik zum Film wurde 1996 komponiert und 2001 zu einer längeren Fassung erweitert, der bei neuerlicher Auswertung des Filmmaterials zusätzliche Szenen eingepasst wurden. Die ursprüngliche formale Gestalt von „Reflexive Surface” blieb als Konzertfassung erhalten. Mit der digitalen Aufbereitung (2008), die sich ausschließlich auf das alte analoge Videomaterial beschränkt, wurde aus der Musik zum Film endgültig ein Film zur Musik, in dem sich die Szenenfolgen nunmehr vollkommen dem musikalischen Geschehen unterordnen.
Im Film werden Spiegelungen und Lichtreflexe auf der Wasseroberfläche eines Teiches zu einer Folge nahezu abstrakter Gegenlichtaufnahmen arrangiert. In der nachträglich dazu komponierten Musik ging es mir dabei nicht um "Wasserspiele" im impressionistischen Sinne, um Lichterscheinungen bewegten, fließenden Wassers - wie etwa in der Musik Debussys oder Ravels - , sondern um das Vexierspiel räumlicher Ebenen und Spiegelungen auf der Oberfläche eines stehenden Gewässers, um die Wechselwirkungen von Oberflächenstrukturen und reflektiertem Licht, um das zeitweise Verschwimmen der Ebenen, wie z.B. bei leiser Bewegung der Wasseroberfläche durch plötzlichen Luftzug oder herabfallende Blätter.
Die Musik zeichnet atmosphärisch die Bildsequenzen des Films nach, reagiert seismografisch auf jedes Kräuseln der Wasseroberfläche und überläßt sich vor allem auch den Momenten von Stille und Bewegungslosigkeit, den Reflexen von Dunst und flimmernder Luft. Dabei ergeben sich korrespondierende musikalische Strukturen, wie z.B. um zentrale Spiegelachsen gruppierte figurative Elemente, langgezogene Klangflächen, die in scheinbar endlosem Strom langsam dahingleiten und wieder zum Stillstand kommen. Lediglich im letzten Drittel des Stücks wird durch einen plötzlichen Schlag (ein ins Wasser fallender Ast etc.) eine konzentrische Wellenbewegung ausgelöst, die einen Moment lang Unruhe in die fast regungslosen Wasserflächen bringt.
Besetzung: Flöte, Klarinette, Fagott, Posaune, Violine, Viola und Violoncello, Glockenspiel, Vibraphon, Celesta, Becken, Große Trommel, Gong.
Video: Sony CCD V800e Hi8, 1991 - 92
Partitur: Finale ® 1996/2001
Sampler: Apple Macintosh ® VX, SAMPLECELL II digidesign ®,
Klangrealisation: SAMPLECELL II Sound Library / Miroslav Vitous Symphonic Orchestra Samples, Roland Sound Expansion Orchestra M-OC 1, Yamaha Clavinova ®
Gesamtherstellung: Thomas Lefeldt
Dieser Videofilm ist die bildnerische Verarbeitung einer Kammermusik-Komposition von 1997, in der die Idee der Klangflächenvariation im Vordergrund steht. Inspiriert von der visionären Sprache einer Erzählung von E. A. Poe beschreibt die Musik eine Flusslandschaft als Ort bedrückender und menschenverlassener Ödnis. Die Bewegungen der dahinströmenden Wassermassen, die Spiegelungen und Reflexe abgestorbener Pflanzen und modernden Ufergehölzes werden im Wechsel von Stillstand und Ruhelosigkeit musikalisch nachempfunden und in Szene gesetzt. Immer wieder in Phasen heftiger Wasserbewegungen und zuckender Lichtblitze gestürzt, bleibt am Ende alles in Dunkelheit und völligem Verstummen zurück.
"[ ] And the moon ceased to totter up its pathway to heaven - and the thunder died away - and the lightning did not flash - and the clouds hung motionless - and the waters sunk to their level and remained - and the trees ceased to rock - and the water-lilies sighed no more - and the murmur was heard no longer from among them, nor any shadow of sound throughout the vast illimitable desert. And I looked upon the characters of the rock, and they were changed; and the characters were SILENCE.[ ]" (E. A. Poe: "Silence - A Fable")
"Und der Mond hielt inne, seinen Weg um den Himmel zu nehmen - und der Donner starb dahin - und die Blitze hörten auf zu zucken - und die Wolken hingen regungslos - und die Wasser sanken zurück in ihr Flussbett und verharrten darin - und die Bäume hörten auf zu schwanken - und die Wasserlilien seufzten nicht mehr - und ihr Murmeln war nicht länger mehr zu hören, noch irgendein Schatten eines Lautes in dieser ungeheuren, grenzenlosen Wüste. Und ich blickte auf zu den Schriftzügen auf dem Felsen, und sie hatten gewechselt; und sie bildeten das Wort SCHWEIGEN."
Besetzung: Klavier, Cembalo, Kammerorchester und Schlagzeug
Video: Sony DCR-SR 190 / Carl Zeiss Vario-Sonnar, 2008 - 2009
Partitur: Finale ® 1997/2003
Sampler: Apple Macintosh ® VX, SAMPLECELL II digidesign ®,
Klangrealisation: SAMPLECELL II Sound Library / Miroslav Vitous Symphonic Orchestra Samples, Roland Sound Expansion Orchestra M-OC 1, Yamaha Clavinova ®
Gesamtherstellung: Thomas Lefeldt
Eine kurze Videosequenz mit Musik (7. Orchesterstück) aus einander überlagernden Klangschichten und polyrhythmischen Abläufen, Ostinatobewegungen, Klangbändern und polyphonen Stimmengeweben.
Besetzung: Kammerorchester
Video: Panasonic HDC TM-700 / Leica Dicomar, 2010
Partitur: Finale ® 1997/2001
Sampler: Apple Macintosh ® VX, SAMPLECELL II digidesign ®,
Klangrealisation: SAMPLECELL II Sound Library / Miroslav Vitous Symphonic Orchestra Samples, Roland Sound Expansion Orchestra M-OC 1
Gesamtherstellung: Thomas Lefeldt
Eine Videosequenz zum 11. Orchesterstück (2001), die Schatten- und Unschärfebereiche, Vorder- und Hintergrund, räumliche Tiefe als Mittel musikalischer Strukturierung nachvollziehbar machen soll.
Besetzung: Kammerorchester
Video: Panasonic HDC TM-700 / Leica Dicomar, 2010
Partitur: Finale ® 1997/2001
Sampler: Apple Macintosh ® VX, SAMPLECELL II digidesign ®,
Klangrealisation: SAMPLECELL II Sound Library / Miroslav Vitous Symphonic Orchestra Samples, Roland Sound Expansion Orchestra M-OC 1
Gesamtherstellung: Thomas Lefeldt
Nur eine einzige Kameraeinstellung wurde für diesen Film benutzt, in dem sich - im Gegenlicht und vor dem Hintergrund vibrierender Wasserflächen - die im Wind pendelnden Zweige einer Trauerweide mit der Musik des 6. Orchesterstückes (2001) zu einem oszillierenden Klangbild verbinden sollen.
Besetzung: Kammerorchester
Video: Panasonic HDC TM-700 / Leica Dicomar, 2010
Partitur: Finale ® 1997/2001
Sampler: Apple Macintosh ® VX, SAMPLECELL II digidesign ®,
Klangrealisation: SAMPLECELL II Sound Library / Miroslav Vitous Symphonic Orchestra Samples, Roland Sound Expansion Orchestra M-OC 1
Gesamtherstellung: Thomas Lefeldt

