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Diese Seite ist dem Andenken meines Vaters Walther Lefeldt (1897 - 1981) und seinem bildnerischen Schaffen gewidmet. Sie zeigt eine Auswahl der in meinem Besitz befindlichen Arbeiten.
Die Aquarelle (Landschaften, Stilleben) sind in zwei chronologisch geordnete Gruppen unterteilt. Fast alle sind signiert und datiert sowie mit Titeln versehen. Meistens dienten eigene SW-Fotografien als Ausgangspunkt oder Vorlage, viele Bilder wurden aber auch in freier Natur gemalt oder vorskizziert. Daher finden sich oft auch mehrere Versionen desselben Motivs. Für die Digitalisierung der Fotografien wurden hauptsächlich gut erhaltene, aber leider undatierte Abzüge alter Schwarz-Weiß-Negative verwendet. Eine ungefähre, vorläufige Datierung erfolgte aus der Erinnerung oder nach ortsspezifischen Kriterien, teilweise auch in Zuordnung der nach Fotos gemalten Aquarellen. Eine umfassende Auswertung des umfangreichen Negativmaterials sowie der Farbdias steht noch aus. Unter den Fotografien verdienen vor allem die Aufnahmen vom Hamburger Gängeviertel besondere Beachtung, die kurz vor dem Abriss enstanden, also vor der letzten und endgültigen Sanierung zu Beginn der 30er Jahre. Schon bei den Landschaftsaufnahmen ist eine Vorliebe für stimmungsvolle Gegenlichtmotive zu erkennen, die ihre malerische Entsprechung in einer impressionistisch gefärbten Aquarelltechnik finden. Diese geht aber über die Verwendung von Lokaltönen kaum hinaus und verzichtet überdies auch auf eine aquarelltypisch spontane Malweise wie effektsicheres Ineinanderlaufen der Farben bzw. verwaschenes Nass-in-Nass-Arbeiten. Stattdessen herrschen behutsam kalkuliertes Übereinanderlegen transparenter Farbschichten und eine äußerst differenzierte, naturgetreue Farbmodulation, woraus eine faszinierende Mischung von impressionistischer und naturalistischer Bildwirkung ensteht. Biografische Notiz: Walther Lefeldt wurde 1897 in Hamburg geboren. Er war hauptberuflich über 50 Jahre lang als Angestellter der „Neuen Sparcasse von 1864” (Neuspar, 1972 fusioniert mit der Hamburger Sparcasse von 1827 zur Hamburger Sparkasse) tätig und hatte zuletzt eine Funktion eines Abteilungsdirektors inne. Nebenbei beschäftigte er sich bereits seit den frühen 20er Jahren intensiv mit Fotografie und Malerei und gehörte zu den „Pionieren” der Leica-Fotografie (siehe Peter Lausch:Leica-Story). Zu Beginn des 2. Weltkrieges wurde er von den Nationalsozialisten aus der Sparkasse gedrängt, konnte sich aber freiberuflich mit künstlerischer Arbeit, vor allem Portraitfotografie „über Wasser halten”. Im Zuge der Entnazifizierung wurde er 1945 von der englischen Besatzungsmacht in seinen alten Beruf wieder eingesetzt und mit der Aufgabe der gesellschaftlichen Wiedereingliederung der Neuen Sparcasse von 1864 betraut, an deren wirtschaftlicher Entwicklung er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1965 maßgeblichen Anteil hatte. |
