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Elegie Variationen Études-Caprices Italienische Stücke Scherzo Reflexive Surface
 
Ausgewählte Kompositionen für für Klavier solo und 2 Klaviere.
Die Partituransichten erfordern zum Steuern der Musik QuickTime.
Bitte beachten Sie die Copyrightnotiz.
Elegie für 2 Klaviere (1991) 15:20    7,1 MB MP3 MIDI (36K)

Einführung Partituransicht
Variationen für 2 Klaviere (1992) 17:00    7,5 MB MP3 MIDI (120K)

Einführung Partituransicht
Études-Caprices: Fassung für 2 Klaviere: (1992 - 1996)
 
I.
II.
III.
IV.
V.
VI.

VII.
VIII.
IX.
X.
XI.
XII.
Andantino con moto. - Vivo
Lento
Presto
Scherzoso, saltando
Lento. - Animato capriccioso
Con fuoco

Animato grazioso
Tempestoso
Vivace, a capriccio
Presto scherzoso
Largamente
Moderato
Partituransicht
Partituransicht
Partituransicht
Partituransicht
Partituransicht
Partituransicht

Partituransicht
Partituransicht
Partituransicht
Partituransicht
Partituransicht
Partituransicht
02:31    1,1 MB
05:12    2,3 MB
03:41    1,7 MB
02:18    1 MB
02:49    1,2 MB
01:57    886 KB

03:58    1,8 MB
04:17    2 MB
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Einführung
Italienische Stücke  Fassung für Klavier solo (1996/2001)
 
I.
II.
III.
IV.
Fantasia - Con affetto
Elegia - Languido
Notturno - Adagio
Tarantella - Vivace capriccioso
02:15    2,0 MB
05:36    5,1 MB
05:51    5,3 MB
02:24    2,2 MB
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Einführung Instrumentalfassung
Scherzo für 2 Klaviere (1991) 05:48    5,3 MB MP3 MIDI (28K)
Reflexive Surface  Fassung für 2 Klaviere (1996/2001) 15:21  14 MB MP3 MIDI (60K)

Einführung Instrumentalfassung
Elegie für 2 Klaviere (1991)

Die ausgedehnte improvisatorische Struktur des Stückes wird von einer Vielzahl von Themenkomplexen beherrscht, die um die zentrale, in sich gespiegelte Intervallfolge es-a-h-d-e-b kreisen. Die einzelnen Formabschnitte sind locker aneinander gefügt und weisen kaum weiterführende Entwicklungsmomente auf.

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Vielmehr ergibt sich aus der verhaltenen, in sich gekehrten, von wenigen Affekten durchbrochenen Grundhaltung der Musik eine weitgehend statisch geprägte Folge von Stimmungsbildern, die sich einer weitläufigen zyklischen Formanlage annähern.

Thomas Lefeldt  1999

Variationen für 2 Klaviere (1992)

Das 5-taktige Thema dieser Folge von 10 Variationen + Finale wird vom ersten Klavier allein vorgetragen und mit dem Hinzutreten des zweiten Klaviers zu einem 10-taktigen Abschnitt erweitert. Der knappen Formulierung des Themas entsprechen die ersten, teilweise ineinander übergehenden Variationen, die sich in Form kurzer Charakterstücke noch eng an das Thema anlehnen. Mit Variation 5 (Lento rezitando) setzt eine freiere Variationstechnik ein, die dem improvisierenden Spiel der themenverwandten Motive freien Lauf lässt und nach einem kadenzartigen Abschnitt in die überstürzte Bewegung der 6. Variation mündet.

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Als in sich geschlossener, expressiver Ruhepol erweist sich Variation 7, die ihre Stellung als Mittelstück des Zyklus' durch ihre krebsgängige Anlage deutlich macht. Die folgenden beiden Variationen bereiten in ihrer Anlage den Eintritt von Variation 10 vor, ausgedehnteste und letzte vor dem Finale. Sie greift wieder stärker auf das Thema zurück und führt es zu reprisenhafter Steigerung, um - als Fortsetzung von Variation 6 - mit einem rasanten Prestissimo-Finale abzuschließen.

Thomas Lefeldt  1999


Études-Caprices: Fassung für 2 Klaviere: (1992 - 1996)

Diese Sammlung von zwölf Konzertetüden verdankt ihre Entstehung einer Zeit intensiver Pianistik, die u.a. dem jahrelangen Studium der „Douze Études” Claude Debussys galt. Der pianistischen Herausforderung dieser Etüden folgte wenig später die kompositorische Umsetzung klavierspezifischer Ideen, die unmittelbar aus der eigenen Arbeit am Klavier hervorgingen.
Viele dieser so entstandenen Etüden sind daher reiner Spiel- und Experimentierfreude entsprungen und widmen sich ausgesprochen fingertechnischen Problemstellungen wie Oktavrepetitionen, Skalen, Doppelgriffen etc., doch sind sie mehr als reine Technikstudien und entsprechen in gleicher Weise auch einem bewussten kompositorischen Kalkül. Der Zusatztitel „Caprice” (Faurés „Valses-Caprices” entlehnt) soll daher den technischen Aspekt ein wenig abmildern und die Erwartung auf ihrem Wesen nach eher spekulative Charakterstudien richten, die sich zwar eng an die Etüdentradition anlehnen, doch ihre klavieristische Attitüde in mehr oder weniger kapriziöser Manier offenkundig machen.

Trennlinie
I. - Andantino con moto, Vivo.
Flexible und weitgriffige Fingerbewegungen stehen im Vordergrund dieser lapidaren Eingangsetüde, deren Einleitungsthematik in einem kurzen Andantino-Mittelteil wiederkehrt.
 
II. - Lento.
Hintergrund dieses Stückes, einer Klang- und Vorschlagstudie, bilden die Eindrücke eines Naturerlebnisses (Nebellandschaft) , verbunden mit einer heimlichen Hommage an den Meister der musikalischen „Alchemie” (Debussy). Große Sekunde und None sind die dominierenden Intervalle, die als Grundgerüst der durch Halbtonschritte gebildeten Vorschlagnoten dienen. Die Notation auf drei Systemen verdeutlicht die Staffelung von räumlichen Ebenen, auf denen Melodik, bewegliche Klangschichten und statische Elemente (Vorschläge) einander abwechseln.
 
III. - Presto.
Nach den ausgesprochen klangsinnlichen Stilmitteln der vorangegangenen Etüde führt diese gewissermaßen zurück in die Realität eines pianistischen Hürdenlaufs. Ausgangspunkt ist die unregelmäßige Teilung von durchgehenden Sechzehnteln (in Gruppen von 2 bis 6), deren Beginn jeweils mit einem Doppelgriff markiert wird. Beide Hände laufen unabhängig voneinander, oftmals kanonisch und mit gegeneinander verschobenen rhythmischen Akzenten. Ein ausgedehnter, melodisch-expressiver Mittelteil führt in die verkürzte und gesteigerte Reprise des Hauptteils zurück.
 
IV. - Scherzoso, saltando.
Exaltierte Oktavsprünge mit Tonrepetitionen bei ständig um- und ineinander greifenden Händen bestimmen den technischen Ablauf dieser Etüde, die musikalisch dem Typus des virtuosen Capriccios nahe steht.
 
V. - Lento. Animato capriccioso.
Große Sekunde, Terz und Quart bilden das in einer freien Einleitung ausgebreitete Grundmaterial dieser Doppelgriffstudie, Umkehrungen bzw. Komplementärintervalle liefern sodann das Spektrum der Intervallkombinationen, die in allen erdenklichen Varianten den Fortgang dieses ziemlich bizarren und virtuosen Stückes beherrschen.
 
VI. - Con fuoco. Leggerissimo agitato.
Eine stürmische Unisono-Etüde bildet die Abschlussnummer des ersten Heftes. Die Spielregeln des „Einklangs” gelten dabei lediglich dem Zusammentreffen einzelner Töne, so dass - wie im Mittelteil - auch die Kombination ineinander klingender Tonfolgen gegeben ist.
VII. - Animato grazioso.
Das zweite Heft eröffnet mit einer Terzenübung, deren durchgängiger Intervallbaustein aus zwei kleinen chromatischen Terzen, deren zweite in eine große Terz übergebunden wird, besteht. Neben reiner Skalentechnik, der melodische Terzengänge gegenübergestellt werden, ergeben sich mannigfaltige Varianten wie Terzenvorschläge, Terzenarpeggien und - tremoli. Der formale Aufbau ist dem der ersten Etüde verwandt, nach der Wiederholung des Hauptteils schließt sich ein langsamer Mittelsatz an.
 
VIII. - Tempestoso.
Mit einem wilden Fanal setzt dieses virtuos dahin stürmende Stück ein, das als Quintenstudie angelegt ist und das dieses Intervall in immer neuen Kombinationen und mit geradezu vehementer Stringenz durchläuft. Im Gegensatz dazu werden in einem Seitensatz die Spielarten einer typischen Quintensequenzierung ironisiert. Der Natur der Quinte entsprechend ergeben sich dabei immer wieder diatonisch oder polytonal anmutende Zusammenhänge.
 
IX. - Vivace, a capriccio.
Staccatofiguren und Trillerkaskaden dominieren nicht nur den technischen Aspekt dieser 9. Etüde, sondern stellen sich auch als deren musikalische Hauptcharaktere in den Vordergrund. Der kapriziös-launischen Thematik wird dabei immer wieder eine ruhige, polyphon gehaltene Episode zur Seite gestellt.
 
X. - Presto scherzoso.
Die Idee eines Tonleiterstückes, das in dieser Etüdensammlung nicht fehlen durfte, realisiert sich in dieser Studie als scherzhaft-ironisches Spiel im Auf und Ab der Skalenbewegungen, in dem auch Unisono- und Oktaventonleitern als kombinierte Doppelgriffpassagen nicht zu kurz kommen.
 
XI. - Largamente.
Als zweite Hommage dieses Zyklus' ist diese Charakterstudie Alexander Skrjabin gewidmet. Ihr durchwegs expressives und klanglich expansives Erscheinungsbild huldigt nicht zuletzt einem Klavierstil, der mit den vorangegangenen „Eskapaden” versöhnen und dabei auch die Verbundenheit mit traditionelleren musikalischen Ausdrucksmitteln dokumentieren soll.
 
XII. - Moderato.
Über einer zögernd einsetzenden Arpeggiofiguration enwickelt sich in abwärtsgerichteter chromatischer Linienführung der thematische Hauptgedanke dieser toccatenhaften Schlussetüde; im weiteren Verlauf treten melodische Gegenstimmen in Bass und Mittelstimme hinzu, als frei kanonische Kontrapunktierung. Nach und nach steigert sich die Musik zu repetitivem Ablauf, um schließlich als rein motorische Bewegung auszulaufen. Ein weiträumig angelegter Mittelteil lässt die Motive des Ausgangsmaterials in lyrisch-improvisierter Form und zarteren Farben anklingen.

Thomas Lefeldt  1999
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Italienische Stücke  Fassung für Klavier solo (1996/2001)

Klavierbearbeitung der Originalfassung für Oboe, Klarinette und Harfe.
Entstanden während einer Italienreise im Sommer 1996, worauf der Titel dieser vier Stücke anspielt. Doch auch die Andeutung von mediteranem Kolorit ist unüberhörbar. Die einleitende Fantasia gibt sich als ein kurzes, episodenhaft locker gefügtes Stück mit spielerischer Ornamentik. Ihr folgt eine Elegia, die in ihren klagenden und lang ausgehaltenen Tönen und kaum merklicher, ständiger Sekundreibung zur Harfenstimme einen deutlich ernsteren Tonfall anklingen lässt.

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Das anschließende Notturno ist dagegen durch eher unheimliche Stimmungsmomente geprägt und beschwört mit seinen Trillern und Tremoli eine Atmosphäre nächtlich-spukhafter Sinneseindrücke. Den Schluss bildet eine Tarantella, die mit impulsiver Rythmik und vertrackten metrischen Verschiebungen für einen ausgelassenen Kehraus der Musik sorgt.

Thomas Lefeldt  1999


Reflexive Surface  Fassung für 2 Klaviere (1996/2001)

Diese Fassung entstand zunächst als Web-Version für eine MIDI-Aufnahme, als Alternative zur speicherintensiven Instrumentalfassung. Für alle unverbesserlichen Klavierenthusiasten (zu denen ich mich selbst zähle) gibt es diese Fassung hiermit auch als MP3-Aufnahme.

Die Entstehung der Musik „Reflexive Surface” geht auf einen gleichnamigen Videofilm zurück, in dem ich Spiegelungen und Lichtreflexe auf der Wasseroberfläche eines Teiches zu einer Folge statisch-abstrakter Gegenlichtaufnahmen arrangierte. Es ging mir dabei - und vor allem in der nachträglich dazu komponierten Musik - nicht um „Wasserspiele” im impressionistischen Sinne, um Lichterscheinungen bewegten, fließenden Wassers - wie etwa in der Musik Debussys oder Ravels - , sondern um das Vexierspiel räumlicher Ebenen und Spiegelungen auf der Oberfläche eines stehenden Gewässers, um die Wechselwirkungen von Oberflächenstrukturen und reflektiertem Licht, um das zeitweise Verschwimmen der Ebenen, wie z.B. bei leiser Bewegung der Wasseroberfläche durch plötzlichen Luftzug oder herabfallende Blätter.

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Die Musik zeichnet atmosphärisch die Bildsequenzen des Films nach, reagiert seismografisch auf jedes Kräuseln der Wasseroberfläche und überlässt sich vor allem auch den Momenten von Stille und Bewegungslosigkeit, den Reflexen von Dunst und flimmernder Luft. Dabei ergeben sich korrespondierende musikalische Strukturen, wie z.B. um zentrale Spiegelachsen gruppierte figurative Elemente, langgezogene Klangflächen, die in scheinbar endlosem Strom langsam dahingleiten und wieder zum Stillstand kommen. Lediglich im letzten Drittel des Stücks wird durch einen plötzlichen Schlag (ein ins Wasser fallender Ast etc.) eine konzentrische Wellenbewegung ausgelöst, die einen Moment lang Unruhe in die fast regungslosen Wasserflächen bringt.

Die Besetzung des Instrumentalensembles besteht aus Flöte, Klarinette, Fagott, Posaune, Violine, Viola und Violoncello, dazu Glockenspiel, Vibraphon, Celesta, Becken, Große Trommel und Gong.

Eine Flash Streaming Version des Videofilms „Reflexive Surface” kann auf der Seite Kunst und Musik, abgespielt werden.


Thomas Lefeldt  1999