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Etüde op.2 Nr.1 cis-Moll (1887) Andante |
02:40 2,4 MB | MP3 | MIDI (14K) |
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Vier Etüden aus op. 8 (1894) | ||||
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I.
II. XI. XII. |
Allegro A capriccio. con forza Andante cantabile Patetico |
01:29 1,3 MB 01:33 1,4 MB 03:34 3,2 MB 02:01 1,9 MB |
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Préludes (Auswahl 1893-1913) | ||||
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C-Dur op.11 Nr.1
D-Dur op.11 Nr.5 cis-Moll op.11 Nr.10 es-Moll op.11 Nr.14 fis-Moll op.15 Nr.2 es-Moll op.16 Nr.4 gis-Moll op.22 Nr.1 g-Moll op.27 Nr.1 es-Moll op.31 Nr.3 Fis-Dur op.33 Nr.2 C-Dur op.33 Nr.3 b-Moll op.37 Nr.1 G-Dur op.39 Nr.3 Des-Dur op.48 Nr.3 a-Moll op.51 Nr.2 Es-Dur op.56 Nr.1 op.67 Nr.1 op.67 Nr.2 |
Vivace - 1893 Andante cantabile - 1896 Andante - 1894 Presto - 1895 Vivo - 1895 Lento - 1895 Andante - 1897 Patetico - 1900 Presto - 1903 Vagamente - 1903 Con collera - 1903 Mesto - 1903 Languido - 1903 Capricciosamente affannato - 1905 Lugubre - 1906 Violent, très accentué - 1906 Andante - vague, mystérieux - 1912 Presto, - inquiet - 1913 |
00:37 640 KB 01:51 1,6 MB 01:26 1,3 MB 00:56 888 KB 00:47 768 KB 01:12 1,1 MB 01:31 1,4 MB 01:41 1,5 MB 00:30 500 KB 01:16 1,1 MB 00:33 504 KB 01:54 1,7 MB 01:45 1,5 MB 00:35 604 KB 01:50 1,6 MB 00:45 796 KB 01:47 1,6 MB 00:54 984 KB |
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Sonate Nr. 4 Fis-Dur op. 30 (1903) Andante - Prestissimo volando |
06:50 6,4 MB | MP3 |
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Deux Poèmes op. 32 (1903) | ||||
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I.
II. |
Poème Andante cantabile Poème Allegro, con eleganzia, con fiducia |
02:50 2,6 MB 01:37 1,5 MB |
MP3 MP3 |
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Einführung | [Zurück] |
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Poème tragique op.34 (1903) Festivamente. Fastoso. |
02:42 2,0 MB | MP3 | MIDI (36K) |
Einführung | [Zurück] |
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Poème satanique op.36 (1903) Allegro |
06:12 5,7 MB | MP3 | MIDI (48K) |
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Drei Etüden aus op. 42 (1903) | ||||
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I.
IV. V. |
Presto Andante Affannato |
01:55 1,7 MB 02:46 2,5 MB 02:54 2,7 MB |
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Trois Morceaux op. 45 (1904)
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I. II. III. |
Feuillet d'album Poème fantasque Prélude |
Andante piacevole Presto Andante |
01:20 1,2 MB 00:29 476 KB 01:08 1,1 MB |
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Trois Morceaux op. 52 (1907)
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I.
II. III. |
Poème Enigme Poème |
Lento Etrange, capricieusement Pas vite |
02:04 1,9 MB 01:10 1,1 MB 01:29 1,1 MB |
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Einführung | [Zurück] |
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Sonate Nr. 5 op. 53 (1907) Allegro. Impetuoso. Con stravaganza |
12:07 10,9 MB | MP3 |
MIDI (86K) |
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Einführung | [Zurück] |
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Deux Pièces op. 59 (1910)
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I.
II. |
Poème Prélude |
Allegretto Sauvage, belliqueux |
01:54 1,6 MB 01:36 1,3 MB |
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Poème-Nocturne op. 61 (1911 - 1912) avec une grâce capricieuse |
06:50 6,3 MB | MP3 |
MIDI (30K) |
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Sonate Nr. 7 op. 64 (1911 - 1912) Allegro |
11:59 10,8 MB | MP3 |
MIDI (74K) |
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Einführung | [Zurück] |
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Deux Poèmes op. 69 (1912 - 1913)
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I.
II. |
Poème Allegretto Poème Allegretto |
02:29 2,0 MB 01:35 1,4 MB |
MP3 MP3 |
MIDI (08K) MIDI (08K) |
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Vers la flamme op.72 (1914) Poème, Allegro moderato |
05:03 4,4 MB | MP3 | MIDI (36K) |
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Cinq Préludes op. 74 (1914)
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I.
II. III. IV. V. |
Douloureux, déchirant Très lent, contemplatif Allegro drammatico Lent, vague, indécis Fier, belliqueux |
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| Die 7. Sonate op. 64 (1911-12) entstand gleichzeitig mit der sechsten und dem Poème-Nocturne. Sie wurde von Skrjabin unter seinen Sonaten am meisten geschätzt und verdankt diesem Umstand nicht nur den heute recht irreführenden Beinamen „Weiße Messe” sondern vor allem auch viele außermusikalische Deutungsversuche, die sich auf umfangreiche Äußerungen des Komponisten beziehen, die aber den Hörer zusätzlich belasten und vom unvoreingenommenen Hören der Musik, die für sich allein bestehen kann, ablenken. Von den zahlreichen Annotationen im Text sollen daher lediglich die zitiert werden, die die Wirkung der musikalischen Charaktere unterstreichen und der dramatischen Entwicklung der Musik den Weg weisen. Die Sonate ist aus wenigen Tonfolgen aufgebaut und beginnt mit einem für Skrjabin unverwechselbaren fanalartigen, sich aufwärts schraubenden Motiv in scharf punktiertem Rhythmus, als eine Art Transformation des oben angesprochenen „Flugmotivs”. In einer turbulenten, fast brutal anmutenden Eröffnung wird dieser thematische Kerngedanke entwickelt, der sich fortan als treibende Kraft des musikalischen Geschehens erweist und der sich wie ein „Leitfaden” durch die ganze Sonate zieht. Dem zweiten Thema, das sich schnell an den ersten Hauptgedanken anschließt, fällt die Rolle des lyrischen Gegenparts zu (avec une céleste volupté - mit himmlischer Wonne). Für den Hörer ist vor allem der Dualismus dieser beiden Themencharaktere wichtig, untergeordnet bleibt die Frage, in wieweit diese Sonate dem Schema der Sonatenhauptsatzform entspricht, dessen traditionelles Grundmuster hier bereits durch die Aufhebung durmolltonaler Bezugspunkte quasi außer Kraft gesetzt wird. | Geblieben sind das Schema von Dreiteiligkeit und Ansätze zu motivischer Arbeit, die hier allerdings weniger Entwicklung im sonatenhaften Sinne aufweist als vielmehr immer neue Kombinationsmöglichkeiten der bisher in Erscheinung getretenen Motive und Begleitfiguren erprobt. Übergeordnet lassen sich dennoch Formteile wie Exposition (Vorstellung der beiden Themenkomplexe), Durchführung und Reprise ausmachen. Letztere ist - wie in vielen Sonaten Skrjabins - mit dem Kulminationspunkt der Entwicklung identisch und löst eine gewaltige Kaskade von Akkordzusammenballungen (foudroyant - niederschmetternd) aus. Im Gegensatz zu dem von Skrjabin beabsichtigten Ausdruck seiner Musik (Erlösungsmystik) kann sich der Hörer allerdings ihrer oftmals extremen und nervenzerreißenden Wirkung kaum entziehen, zu sehr liegen hier Entzücken und Entsetzen beieinander. Besonders der Schluss der Sonate, der in einen Höhepunkt von dreifachem Forte mündet (avec une joie débordante - mit überschäumender Freude), ist von bestürzender Gewalt und wird nur noch vom nachfolgenden spektakulären, 25tönigen Arpeggioakkord an Intensität übertroffen.
Bezeichnenderweise hinterlässt diese Musik keine authentische Schlusswirkung, wohl aber den Widerhall einer vollendeten, in sich geschlossenen musikalischen Architektur, die zwar für Skrjabin den „Aggregatzustand” gleißenden Lichts, als „Dematerialisierung” im erlösenden Akt des „Mysteriums” bedeutet, die sich dem Hörer aber auch als beängstigend apokalyptische Bedrohung mitteilen kann. |
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Das Moment des „Fliegens”, in Gestalt des „Flugmotivs” bereits in früheren Kompositionen von Bedeutung, wird in dem ersten der zwei Poèmes op. 69 - Allegretto - wiederaufgegriffen, doch die Flugfigurationen scheinen fast entmaterialisiert und jeder irdischen Schwere entrückt zu sein. Die träumerisch-wehmütige Atmosphäre dieser Musik, ihre Lichtreflexe und Farbnuancierungen verdichten sich in diesem Poème zu einem Klanggebilde von geradezu zerbrechlicher Schönheit. Im zweiten, miniaturhaften Poème op.69 - Allegretto - zeigt sich eine andere Struktur der Aufflug-Motivik: Einer klagenden melodischen Linie, deren Auftakt ein aufwärts peitschendes Glissando markiert (das als selbständiges Formelement immer wieder in das musikalische Geschehen eingreift), wird ein zartes, tänzerisches Flugmotiv zur Seite gestellt, mit dem sich die Musik zu „rhythmischem Taumel” (danse delirante) steigert, immer wieder unterbrochen vom drängenden Impuls der Glissandofigur. Die Schlusstakte treiben fast gewaltsam in schwindelnde Höhe. (Die Konturen sind klarer, aber auch härter als in dem vorangegangenen Poème, der Klaviersatz ist auf wenige und sparsame Klangereignisse reduziert. Vers la flamme op.72 ist Skrjabins letztes großes Poème, das seinen eigenen Worten zufolge „vom Nebel zu blendendem Licht” führen soll. Außerdem gibt eine Tagebuchnotiz aus dem Jahre 1905 Aufschluss über die programmatische Idee von „Vers la flamme”, die schon damals in Skrjabins physikalisch-philosophischen Weltbild vorgezeichnet zu sein schien: |
„Weg vom Zentrum, ewig weg vom Zentrum, mit stürmischem Streben. Da - der Widerstand ist überwunden, eine Masse von Teilchen reißt sich gemeinsam mit einem Kern los. Ein neues Zentrum ist entstanden, umgeben von einer Masse gleichförmiger Teilchen, die wieder weg vom Zentrum streben. Dasselbe Streben, durch das Welten entstanden sind, brachte den Anfang organischen Lebens auf die Erde.”
Das Teilchen, das sich in „Vers la flamme” aus dem Zentrum losreißt, ist -musikalisch gesprochen - das Intervall der Sekunde. Aus dem Dunkel des in sich kreisenden Grundmotivs beginnt es langsam sich aufzuschwingen, gewinnt immer mehr an Raum und entwickelt sich schließlich zu einem „Flammenzeichen”, das einen Sturm orchestraler Klangdimension entfacht. Metallische Fanfarenklänge, im Wechsel mit akkordischen Tremoloketten, treten hinzu und führen zu weiter anwachsender, bis ins nahezu Unerträgliche gesteigerter Spannung, die sich erst in einem gewaltig aufgetürmten Schlussakkord löst. Die Konzeption von „Vers la flamme” erweist sich als zwingend in ihrer monothematischen Struktur; die einzigen Entwicklungsmomente liegen in der Steigerung der Dynamik und der Erweiterung des Klangraumes. Ziel ist der musikalische „Aggregatzustand” gleißenden Lichts, die „Dematerialisierung” im erlösenden Akt des „Mysteriums”. |
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„Ich fand schließlich das Licht in der Musik; ich fand diesen Rausch, diesen Aufflug, dieses atemlose Glück, diese strahlende Harmonie, die die Idee des Lichts abbildet.” (A. Skrjabin) |
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© Thomas Lefeldt Einführungstext zu einem Klavierabend im Historischen Kaufhaussaal in Freiburg i.Br., 1991, revidiert und erweitert 2001 [Zurück] |
Das Klavierwerk Skrjabins enthält neben den Sonaten und Etüden eine größere Anzahl von Einzelstücken, die als „Préludes”, „Poèmes” und andere Charakterstücke zu Klavierzyklen zusammengefasst sind. Während die Préludes überwiegend dem von Chopin überlieferten Typus einer quasi improvisatorischen Kurzform folgen, sind die Poèmes keiner vorgegebenen formalen oder kompositionstechnischen Kategorie verpflichtet. Vielmehr weist der Titel „Poème” auf den poetischen Ausdrucksgehalt und kennzeichnet damit Musik höchst unterschiedlicher Formate, die sowohl miniaturhafte als auch größere Dimensionen - als Vorstufe zu den Sonaten - umfassen.